WM
Manchester City zahlt 150 Mio. € für Spieler ohne WM
Manchester City plant, den britischen Transferrekord zu brechen und 150 Millionen Euro für den Nottingham-Forest-Mittelfeldspieler Elliot Anderson zu zahlen. Der 23-Jährige wurde bei der jüngsten WM übergangen, doch Pep Guardiolas Team ist bereit, eine Summe zu zahlen, die den aktuellen Rekord von Alexander Isak übertrifft.
Citys Interesse an Anderson speist sich aus seinem Profil als kontrollierender Mittelfeldspieler, der das Spiel unterbrechen und dem Team dienen kann. Thomas Tuchel, ehemaliger England-Trainer, hat öffentlich seine Arbeitsmoral und taktische Disziplin gelobt. Der Deal ist noch nicht finalisiert, aber führende britische Medien berichten, dass er innerhalb weniger Tage abgeschlossen sein wird.
Andersons Bewertung von 150 Millionen Euro übersteigt Isaks Transfer von Newcastle United zu Liverpool im Sommer 2025, der 145 Millionen Euro kostete. Transfermarkt schätzt Andersons aktuellen Marktwert auf 75 Millionen Euro – eine Zahl, die sich innerhalb von zwei Jahren verzehnfacht hat. 2024 lag sein Marktwert noch bei lediglich 15 Millionen Euro.
Inflation spielt dabei eine zentrale Rolle. Studien des CIES zufolge sind die Spielerpreise im Schnitt um jährlich 9 % gestiegen, deutlich über der globalen Inflation von 3,4 % bis 4,4 % pro Jahr. Eine Untersuchung der Universität Uppsala zeigt, dass Transferentschädigungen heute durchschnittlich 116 % höher liegen als vor zehn Jahren – Anderson hätte 2016 demnach etwa 69,5 Millionen Euro gekostet.
Die „homegrown“-Regel der Premier League verlangt von den Klubs, mindestens acht englische oder in England ausgebildete Spieler in ihren Kadern zu haben. City haben derzeit zehn solche Spieler, stehen aber vor Abgängen, darunter John Stones. Da der Pool an Top-Talenten aus England begrenzt ist, übersteigt die Nachfrage das Angebot und treibt die Preise in die Höhe.
Premier-League-Klubs bevorzugen zudem Inlandstransfers, um das Risiko zu minimieren. Ausländische Neuzugänge haben oft Schwierigkeiten, sich an die Intensität und Physis der Liga anzupassen. Anderson hingegen hat bereits bewiesen, dass er den Premier-League-Standards entspricht – auch wenn frühere hochkarätige Inlandstransfers wie Jack Grealish nicht immer die erwarteten Erträge gebracht haben.
Grealish wechselte für 117,5 Millionen Euro von Aston Villa zu City und wurde später verliehen, bevor er den Klub dauerhaft verließ. Sein Fall unterstreicht die Volatilität solcher Investitionen, selbst wenn es um heimische Talente geht.