WM
Carlo Ancelotti: Italiens letzte WM-Chance im Ausland
Carlo Ancelotti bleibt Italiens einzige verbliebene Hoffnung auf den WM-Titel bei der 2026 in Nordamerika ausgetragenen Weltmeisterschaft, die nun im Gange ist. Ancelotti ist der einzige Italiener, der mit der WM verbunden ist, nachdem die italienische Nationalmannschaft die Qualifikation durch die Niederlage in den Ausscheidungsspielen im März gegen Bosnien und Herzegowina verpasst hat.
Vincenzo Montella, Nationaltrainer der Türkei, und Fabio Cannavaro, Kapitän des Weltmeisterteams von 2006 und aktuell Trainer von Usbekistan, vertreten ebenfalls Italien beim Turnier. Montellas türkische Mannschaft schied nach Niederlagen gegen Australien (0:2) und Paraguay (0:1) in den ersten beiden Gruppenspielen rechnerisch aus.
Selbst wenn die Türkei in ihrem nächsten Spiel gegen die Gruppenersten USA gewinnen würde, könnten sie Australien oder Paraguay aufgrund der Direktvergleiche nicht mehr überholen. Trotz des frühen Ausscheidens wird nicht erwartet, dass Montella zurücktritt oder vom türkischen Fußballverband in nächster Zeit entlassen wird.
„Wir stehen zu unserem Trainer und zu unseren Spielern. Dies ist keine Vereinsmannschaft, und selbst ihre Misserfolge entstehen durch mangelnde Konstanz. Man kann nicht 15 Spieler austauschen und 15 neue verpflichten oder einen Trainer durch einen anderen ersetzen“, sagte der Präsident des türkischen Fußballverbands.
Auch Cannavaros Usbekistan steht kurz vor dem Aus, nachdem sie ihre ersten beiden Spiele verloren haben. Ihr letztes Gruppenspiel bestreiten sie gegen die DR Kongo, doch selbst mit maximal drei Punkten können sie nicht höher als der dritte Platz abschließen.
Usbekistan benötigt weitere Ergebnisse zu ihren Gunsten und müsste ihre aktuelle Tordifferenz von -7 deutlich verbessern, um überhaupt eine Chance auf das Weiterkommen zu haben. Damit bleibt Ancelotti der letzte Italiener mit einer realistischen Chance auf den WM-Titel 2026.
Brasilien, trainiert von Ancelotti, führt derzeit die Gruppe C mit vier Punkten an, punktgleich mit Marokko vor ihrem letzten Gruppenspiel gegen Schottland. Die Seleção ist noch nicht rechnerisch qualifiziert, gilt aber weiterhin als klarer Favorit für das Weiterkommen.