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WM

Dick Advocaat träumt von Curaçao bei der WM

gestern
Curaçao, die kleinste Nation, die jemals an einer FIFA-Weltmeisterschaft teilgenommen hat, steht einen Spiel entfernt von einem historischen Einzug in die K.-o.-Phase. Ein Remis gegen die Elfenbeinküste würde unter Trainer Dick Advocaat den Einzug ins Achtelfinale sichern. Der 2:1-Sieg gegen Deutschland und das 1:1 gegen Ecuador haben die Turnierbilanz der Karibiknation bereits neu geschrieben. Advocaats Team benötigt nun nur noch einen Punkt gegen die Elfenbeinküste, um weiterzukommen. Die Elfenbeinküste, die in ihren ersten beiden Spielen ohne Sieg blieben, muss unbedingt gewinnen, um ihre eigenen Hoffnungen zu wahren. Ein Unentschieden würde die Westafrikaner ausscheiden lassen, während ein Sieg Curaçaos den Gruppensieg sichern würde. Advocaat, 75, hat eine taktische Umstellung vorgenommen, die Curaçaos Spielweise grundlegend verändert hat. Sein System setzt auf kompakte Defensive und schnelle Konter – eine Formel, die bereits gegen zwei höher eingestufte Gegner Punkte einbrachte. Der niederländische Coach traf in Doha auf ein Team mit einem Durchschnittsalter von nur 24 Jahren. Sein geschicktes Mannschaftsmanagement hielt die Moral trotz begrenzter Ressourcen im Vergleich zu traditionellen Fußballgroßmächten hoch. Elfenbeinküste-Verteidiger Willy Boly warnte seine Mitspieler nach dem Unentschieden gegen Ecuador: „Wir können es uns nicht leisten, Curaçao zu unterschätzen.“ Boly’s Warnung spiegelt den wachsenden Respekt vor Advocaats Team wider. Ein Einzug Curaçaos ins Achtelfinale wäre das erste Mal, dass eine Nation mit weniger als einer Million Einwohnern die K.-o.-Phase einer Weltmeisterschaft erreicht.

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