JUGEND
Für Belgien bleibt gegen Neuseeland keine Wahl
Belgien steht am 2026er-WM-Turnier gegen Neuseeland vor einer Alles-oder-nichts-Situation und braucht einen Sieg, um ihre Hoffnung auf den Gruppensieg in Gruppe E zu bewahren. Ein Unentschieden oder eine Niederlage würde ihre Turnierreise beenden – das Ergebnis wird am Samstagmorgen in Vancouver entschieden.
Der Druck ist enorm nach zwei schwachen Auftritten gegen Ägypten und den Iran, bei denen Belgien 406 Minuten lang kein Tor erzielte. Rudi Garcias Team muss jetzt liefern, wie der Trainer selbst betonte: „Wir müssen heute effizient sein.“ Garcia bestätigte zudem, dass ein Wechselplatz für Jérémy Doku reserviert ist, der trotz begrenzter Trainingsminuten in der Startelf stand.
Dokus Nominierung kam überraschend, doch Garcia verwies auf die öffentliche Forderung, den Flügelspieler einzusetzen. „Wir haben eingeschätzt, dass er bereit ist“, sagte Garcia. „Wir müssen heute Gefahr ausstrahlen, aber ich werde ihn auswechseln müssen.“ Die Entscheidung spiegelt die wachsende Dringlichkeit im belgischen Lager wider.
Leandro Trossard durchbrach die Pattsituation nach der Pause und verdoppelte den Vorsprung innerhalb der ersten Stunde. Sein erstes Tor fiel nach einer Ecke von De Bruyne, das zweite nach einem brillanten Pass von Kevin De Bruyne, der maßgeblich am Spielaufbau beteiligt war. Trossards Doppelschlag lässt Belgien nur noch ein Tor vom Gruppensieg entfernt.
Belgien droht "große Schande" bei Niederlage gegen Neuseeland
Jérémy Doku, in der 57. Minute eingewechselt, zeigte seine explosive Stärke, konnte das Spiel aber nicht entscheidend prägen. Seine direkten Dribblings setzten die neuseeländische Abwehr unter Druck, doch sein Abschluss blieb oft hinter seinem Tempo zurück. „Das wird nicht ewig so bleiben“, kommentierte ein Reporter die wachsende Frustration. Neuseeland, das auf seine erste K.-o.-Teilnahme in der Geschichte hofft, verteidigte resolut, hatte aber kaum gefährliche Momente. Elijah Just erhielt eine verdiente Gelbe Karte für ein taktisches Foul an Doku, während Marko Stamenic wegen eines gefährlichen Tacklings an Tielemans verwarnt wurde. Die beste Chance der Neuseeländer hatte Chris Wood, der von Courtois gestoppt wurde. Belgien hingegen formte eine defensive Mauer unter der Führung von Toby Alderweireld und Jan Vertonghen. Maxime De Cuyper und Arthur Theate sicherten die Abwehr, während Thibaut Courtois mit wichtigen Paraden glänzte. Das Mittelfeld-Trio Tielemans, Vanaken und De Bruyne kontrollierte das Spielgeschehen. Mit dem Gruppensieg noch mathematisch möglich, muss Belgien nun ihre Dominanz in Tore ummünzen. Ein einziger Treffer gegen Neuseeland würde den ersten Platz sichern, während ein Scheitern das frühe Aus bedeuten würde. Die Stakes für Garcias Team könnten nicht höher sein.