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WM

Homophobe Gesänge bei Mexiko gegen Tschechien

gestern

Während des Gruppenspiels A zwischen Mexiko und Tschechien im Azteca-Stadion am Mittwoch, den 24. Juni 2026, brachen die Fans in einen homophoben Sprechchor aus, als der tschechische Torhüter Matej Kovar einen Abstoß vorbereitete. Der Schimpfname, der im Spanischen so viel wie „männliche Prostituierte“ bedeutet, hallte durch das Stadion.

Der Sprechchor hat bereits in der Vergangenheit zu Strafen der FIFA geführt, die Mexiko Hunderttausende Dollar gekostet haben. Diese Sanktionen wurden nach früheren Vorfällen mit demselben Schimpfwort verhängt.

Der Ursprung des Schimpfworts liegt etwa 25 Jahre zurück und wird traditionell genutzt, um Torhüter während von Abstoßversuchen einzuschüchtern. Seine Verwendung hat sich in den Fan-Kulturen Lateinamerikas verbreitet.

Der Sprechchor ging während der WM 2014 in Brasilien viral und tauchte erneut bei der WM 2018 in Russland auf. Vier Jahre später zeigte er sich erneut in Katar und blieb damit auf der weltweiten Bühne präsent.

Der mexikanische Fußballverband hat wiederholt versucht, den Sprechchor einzudämmen, doch er hält sich trotz offizieller Bemühungen bei den Fans. Vor dem Spiel wurden keine neuen Maßnahmen angekündigt.

Mexiko ging als Gruppensieger A ins Spiel und hatte bereits den Einzug in die K.-o.-Phase gesichert. Das Team sollte im nächsten Spiel auf Tschechien treffen.

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