WM
Mikel Oyarzabal – Spaniens Geheimwaffe neben Yamals Flair
Während Spaniens Triumph bei der EM 2024 setzte Nationaltrainer Luis de la Fuente alle 23 Feldspieler in den sieben Partien ein.
Mikel Oyarzabal kam im EM-Finale gegen England in der 68. Minute für Álvaro Morata ins Spiel und erzielte in der 86. Minute das entscheidende Tor zum 2:1-Sieg.
Obwohl Oyarzabal in jeder EM-2024-Begegnung zum Einsatz kam, stand er erst im letzten Gruppenspiel gegen Albanien in der Startelf, nachdem Spanien bereits den Gruppensieg sicher hatte.
Seit diesem Moment hat er seine Torgefährlichkeit für Spanien unter Beweis gestellt und sich trotz seines Alters von 29 Jahren einen Namen gemacht – auch wenn er nicht so viel Aufmerksamkeit erhält wie Kylian Mbappé oder Harry Kane.
In der vergangenen La-Liga-Saison glänzte er bei Real Sociedad, und seine Länderspielstatistik zeigt 19 direkte Torbeteiligungen (13 Tore, sechs Vorlagen) in seinen letzten 13 Auftritten – damit liegt er vor allen europäischen Spielern außer Norwegens Erling Haaland.
Haaland kommt auf 22 direkte Torbeteiligungen in zwölf Spielen, laut den vorliegenden Daten.
Ursprünglich als Flügelspieler aktiv, hat sich Oyarzabal zu einem vielseitigen Stürmer entwickelt, der sowohl Läufe anbietet als auch tiefer fällt oder das Angriffsspiel weitet, wenn sich die Gegner auf Lamine Yamal konzentrieren.
Gegen Saudi-Arabien schoss er zwei Tore und bereitete ein weiteres vor – in der ersten Halbzeit – und wurde damit erst der zweite Spieler seit 1966, der in den ersten 25 Minuten eines WM-Spiels direkt an drei Toren beteiligt war.
Sein Selbstvertrauen aus dieser Partie wird zusätzlich gestärkt, da Ferran Torres, der ihn später ersetzte, weniger effektiv war.
Borja Iglesias von Celta Vigo verkörpert ein anderes Stürmerprofil als Zielspieler und kam bei dieser WM noch nicht zum Einsatz, doch seine Fähigkeiten könnten je nach Gegner gefragt sein.
Im Tor bleibt Unai Simón die erste Wahl, während David Raya und Joan García erfahrene Alternativen bieten.
Die Abwehr, angeführt von den Innenverteidigern Aymeric Laporte und Kapitän Rodri, blieb bisher ohne Gegentor – ein Zeichen für die kompakte und ballbesitzorientierte Spielweise der Mannschaft.