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WM

Iran verpasst WM-Chance nach VAR-Entscheid

vor 3 Stunden
Irans Hoffnungen auf die WM gerieten ins Wanken, nachdem ein VAR-Entscheid eine späte Führung von Verteidiger Shojae Khalilzadeh gegen Ägypten in Seattle am Freitag annullierte. Der polnische Schiedsrichter Szymon Marciniak überprüfte den Vorgang und erklärte das Tor wegen Abseits für ungültig, sodass Irans Schicksal für die K.-o.-Phase nur noch an einem seidenen Faden hing – für 24 Stunden. Khalilzadeh schoss den Ball in den ägyptischen Strafraum, rutschte auf den Knien und feierte bereits, bevor die VAR-Überprüfung erfolgte. Diese stellte schließlich fest, dass er minimal im Abseits stand, und machte so den vermeintlich entscheidenden Moment der WM 2026 bisher zunichte. Kurz darauf scheiterte Ramin Rezaeian mit einem scharfen Schuss, der heldenhaft vom Torwart abgewehrt wurde. Später köpfte Saeid Ezatolahi aufs Tor, doch der Ball prallte vom Pfosten ab und sprang zurück ins Aus. Iran war vor dem Spiel noch ungeschlagen, mit drei Unentschieden und einer Tordifferenz von null in Gruppe G. Das Team belegt derzeit den sechsten Platz in der Rangliste der Gruppendritten, von der aus die besten acht Teams ins Achtelfinale einziehen. Ein Sieg hätte den zweiten Platz gesichert und ein Duell mit Australien am Freitag in Dallas ermöglicht, wo auch die VAR-Operationen angesiedelt sind. Stattdessen ist nun ein Spiel gegen die Schweiz am Donnerstag in Vancouver vorgesehen, abhängig von den restlichen Gruppenergebnissen. Schiedsrichter Szymon Marciniak, der bereits das WM-Finale 2022 leitete und in diesem Spiel drei Elfmeter gab, hatte die Partie zwischen Iran und Ägypten unter Kontrolle. Seine Entscheidungen, darunter das Abseitsurteil, stehen nun im Mittelpunkt der Nachspielzeit-Analysen. Irans Trainer Amir Ghalenoei und sein Team werden bis Samstagnacht erfahren, ob sie ihren Aufenthalt in der mexikanischen Basis in Tijuana verlängern dürfen. Das Ergebnis wird entscheiden, ob ihre WM-Reise über die Gruppenphase hinausgeht. Ägypten sicherte sich den zweiten Platz und trifft auf die Socceroos, während Belgiens 4:0-Sieg über Neuseeland den Gruppensieg der Belgier besiegelte. Mittelfeldspieler Mahmoud Saber erzielte das erste Tor, nachdem Irans Torhüter Alireza Beiranvand einen Schuss von Mohamed Salah parierte, und Kapitän Mehdi Taremi attackierte später ägyptischen Verteidiger Mohamed Abdelmonem im Strafraum. Vor dem Lumen Field kam es zu verschiedenen Protesten: ein Marsch gegen das iranische Regime, ein pro-israelisches Kleinspiel und Banner mit pro-palästinensischen Botschaften. Die Polizei von Seattle überwachte die friedlichen Demonstrationen ohne gewalttätige Zwischenfälle.

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